Heute schon abonniert? Wie sich der Konsum von Musik verändert.

yohio burning musicWo man früher noch mit unzähligen Postern aus der Bravo sein Zimmer tapezierte, um seinen Idolen zu huldigen, haben die Kids heute ganz neue Methoden. ‚Abonnieren‘ und ‚Liken‘ Der klassische Fan-Hype und die Bindung an ein Idol oder Star hat sich weiterentwickelt. Musiker, oder Künstler, die um die Gunst neuer Fans buhlen, haben es schwerer denn je.
Über unzählige Kanäle wie Facebook, Youtube, Twitter, aber auch Castingshows oder Dokutainment werden fast jeden Tag neue ‚Stars‘ geboren. Genau so kurz, wie deren Karrieren sind, entwickelt sich das Bewusstsein des ‚Konsumenten‘ bzw. des Fans.
Fangen wir doch einfach bei uns an und Stellen uns die Frage: Wie sehr muss uns ein Künstler überzeugen, bis wir uns tatsächlich dazu entschließen seine CD zu kaufen oder bzw. das Album herunterzuladen? Reicht dazu ein einziger Hit? Super Stimme, oder ist es doch eine Verrückte Optik wie bei dem schwedischen Sänger YOHIO aus dem Foto oben?

Jeder von uns hört jeden Tag unzählige Songs unterschiedlichster Musiker via Spotify oder Youtube und empfindet dabei so gut wie nichts. Ja wir interessieren uns meist noch nichtmal über den Hintergrund des Künstlers, oder wollen nur im seltensten Fall ein Konzert besuchen. Musik wird konsumiert wie Kaugummi. Wir kauen ihn ordentlich durch, bis er nach 30 Minuten den Geschmack verliert und dann Spucken wir ihn aus. Traurig, denn jeder Künstler investiert eine Menge Zeit und oftmals auch Geld in das, was wir am Ende als ’selbstverständlich‘ hinnehmen.

Das eben all diese Dinge alles andere als Selbstverständlich sind und wie lange und hart ein Weg sein kann, erklärt Dave Grohl von den Foo Fighters in einem sehr unterhaltsamen Vortrag:

Anstatt diesem Abwärtstrend entgegenzuwirken passen sich auch die Plattenfirmen an das Verhalten an. Intensiver Aufbau neuer Bands über mehrere Jahre und mit 2-3 Alben, bis zum großen Durchbruch verhelfen? Fehlanzeige. Wenn es bei der ersten Single nicht klappt, dann kommt der Nächste. Ob es schon bald keine Musik mehr geben wird, in der Form, in der wir sie kennen?

Mit extrem Look zum Erfolg: Yohio aus Schweden:


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