Madeline Juno – Emo Pop aus dem Schwarzwald

junoMit ihrem neuen Album ‚The Unknown‘ möchte Universal-Music eine neue Künstlerin präsentieren. Diese heißt ‚Madeline Juno‘, kommt aus dem Schwarzwald und hat es momentan alles andere als einfach.

Obwohl die Plattenfirma unmengen an Geld für Promotion aus dem Fenster wirft, will der Funke nicht so wirklich rüberspringen. Der Hype und der Charterfolg bleiben aus. Die Newcomerin war in den letzten Monaten in fast jeder Fernsehsendung zu sehen, platzierte gleich zwei Songs als Soundtrack zu Kinofilmen wie ‚Pompei‘ oder ‚Fuck Ju Goete‘, ohne Erfolg. Nicht nur die Verkaufszahlen sind mau, auch ihre Fanbase scheint nicht wachsen zu wollen. Sogar gegen aktuelle Castingshowteilnehmer, die bis dato noch keine Veröffentlichung hatten, kommt sie nicht an.

Ihre Musik ist emotional. Die Songs haben kein Alleinstellungsmerkmal. Ihre Stimme klingt austauschbar und erinnert eher an eine Mischung aus Birdy, Taylor Swift, oder eine junge Avril Lavigne mit aufgesetztem britischen Akzent. Oder eben wie eine von tausend ‚Youtube Mädchen mit Gitarre‘, die irgendwelche Songs covern und die Welt nicht brauch. Sie verkauft sich als kleines und gebrechliches Mädchen,  lebt in ihrer ganz eigenen Welt und lässt ihren Gedanken und Depressionen auf der Online Platform ‚Tumblr‘ freien Lauf.

 

Madeline Juno – Like Lovers Do

Der letzte Strohhalm, nach dem Universal-Music bei halb gefloppten Acts greift ist der Eurovision Songcontest Vorentscheid. Auch hier schied Madeline Juno direkt in der ersten Runde aus und lieferte eine eher mittelmäßige Performance ab. Die Nervosität war ihr regelrecht in’s Gesicht geschrieben und getreu ihrem Song ‚Error‘ machte ihre Stimme, was sie wollte.

Im Anschluss entschuldigte sie sich bei ihren Fans auf einer ihrer Internetseiten. Viel geweint hat die empfindliche Sängerin. Aber so ist das eben nun mal, wenn man eine 17 jährige versucht in ‚Erwachsenen-Formaten‘ zu platzieren. Das ist dann halt einfach ganz nett.. Besser hätte sie in die Bravo gepasst, aber da finden wir sie komischerweise nicht. Wir sind von so viel Melodramatik definitiv genervt – und haben von Anfang an gewusst, dass das nichts wird.

Madeline Juno will jetzt auf Tour gehen – und weil sie alleine die Hallen niemals  füllen wird, nimmt  die Plattenfirma nochmal einen Batzen Geld in die Hand und kauft sie in’s Vorprogramm von Adel Tawil ein. Musikalisch unpassender könnte die Kombination wohl kaum sein.

Wenn da nicht noch ein Wunder geschieht, sehen wir für Madeline Juno Schwarz(wald) und wünschen ihr schon jetzt eine starke Schulter zum ausweinen, wenn sie das Kündigungsschreiben ihrer Plattenfirma erhält. Vielleicht versucht sie es einfach in ein paar Jahren nochmal. Bis dahin wünschen wir uns für dieses Jahr mehr Künstler mit Format und Wiedererkennungswert!


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