Der absurde ARD Schlagerboom 2017 mit Florian Silbereisen

Am vergangenen Samstagabend war es mal wieder soweit. Die ARD präsentierte erneut eine „Live“ Veranstaltung, moderiert von Florian Silbereisen. Dieses Mal mit dem Motto „Schlagerboom“ erwarteten wir ein unfassbar abwechslungsreiches Programm. Doch da haben wir falsch gedacht. Mal wieder wurden die üblichen ARD Wiederholungstäter engagiert. Darunter Jürgen Drews, Roland Kaiser, Bernhard Brink, Santiano, Vanessa Mai zu allem Übel David Hasselhoff, die Kelly Family und auch Florian Silbereisen selbst lies es sich nicht nehmen mit seiner „Boyband“ Klubbb3 den ein oder anderen Song zum besten zu geben.

Alle oben genannten Künstler absolvierten mal wieder eine souveräne „Mini Playback Show“, heißt die Musik samt Gesang wurden komplett von CD bzw. Mp3 abgespielt.

Gipfel des ganzen war eine eigentlich lieb gemeinte Aktion für zwei weibliche Fans von Vanessa Mai, die nicht nur ihr Idol Backstage kennenlernen, sondern auch mit ihr auf die Bühne durften. Allerdings mussten die ohnehin schon sehr aufgeregten Mädchen, die keine professionellen Sängerinnen waren, neben ihrem Star Live ins Mikrofon singen und beschallten die komplette Dortmunder Westfalen Halle (10.000 Gäste) plus Fernsehpublikum mit schiefen Tönen, während Vanessa Mai selbst nur ihre Lippen zum Playback bewegte und dabei natürlich eine äußerst gute Figur machte.

Zeitweise hat uns die Show so aufgeregt, dass für uns sogar die betrunkenen Single-Mädchen auf RTL in der Show „Take Me Out“ unterhaltsamer waren.

Davon abgesehen wirkte die Sendung wie ein Zusammenschnitt oder Jahresrückblick der letzten Sendungen. Die Akteure packten allesamt ihre alten Kamellen aus. Jürgen Drews präsentierte zum 300.000 mal sein Bett im Kornfeld, während Roland Kaiser seine Joana besang. Seinen zweiten Frühling erlebte an diesem Abend nur einer: David Hasselhoff. Deutschland blieb ihm treu und sang textsicher bei seinem großen (und einzigen) Hit „Looking for Freedom“ mit. Auch bei der spontan, aber vorher eingeplanten Zugabe.


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