American Gospel Weihnachtskonzert in Hanau Konzertbericht


Am 2. Weihnachtsfeiertag präsentierte die Star Concerts Veranstaltungs GmbH in Hanau einen besonders magischen Abend. Ein US-amerikanisches Gospel Ensemble mit Band traten in der Christuskirche Hanau auf. Im Gepäck: Alte und neue Gospel-Hits. Burning-Music.de war für euch an diesem besonderen Abend vor Ort.

Auf weiße Weihnachten hatten sich mit Sicherheit viele gefreut. Doch da sich langsam aber sicher der Klimawandel bemerkbar macht, fiel dieser besondere Weihnachtszauber in diesem Jahr leider erneut aus. Graues Regenwetter überzog die Weihnachtsmärkte Deutschlands und die Medienlandschaft versuchte mit unzähligen Ausstrahlungen von „Kevin allein zu Haus“ entgegen zu wirken, vergebens. Doch die Essenz von Weihnachten ist scheinbar viel einfacher zu finden sein, als am Boden des Glühweinbechers, oder hinter Kilometern von Geschenkpapier. Also wälzte ich am Heilig Abend das Internet nach einem besonderen Weihnachtsmoment um – und wurde fündig. Auch wenn ich seit mehr als acht Jahren eher einen Bogen um die Kirche gemacht hatte (bedingt durch diverse Schlagzeilen), so wollte ich schon immer mal einen dieser verrückten Gospel-Kirchen erleben, die man ja sonst nur aus Filmen wie „Sister Act“ kennt. Wo gesungen, getanzt und gelacht wird. Doch sollte es so etwas in Deutschland tatsächlich geben? Die Neugier hat mich gepackt und so kontaktierte ich Star-Concerts Veranstalter Henrik Starischka, der unter anderem auch Konzerte mit den Amigos organisiert.

Dieser hatte ein besonderes Ensemble für das Konzert am 26.12.2018 in Hanau zusammengestellt. Mit dabei:
Tommie Harris aus Alabama (Mitglied der „Alabama Jazz Hall of Fame), Pamela O’Neal, Ann Hodson, Linda Freelands sowie Ardell Johnson der zudem noch über sehr sympathische Entertainer Qualitäten verfügt. Das Ensemble wurde begleitet von einer vierköpfigen Band und alle Beteiligten freuten sich, dass sogut wie alle Sitzplätze belegt waren.

Wir haben ja schon so einige Konzerte gesehen, bei denen die Künstler sich oft selbst und ihren Erfolg feierten. Doch beim Weihnachts- Gospel Konzert ging es aber um die Magie der Musik, transportiert von fünf unglaublichen Stimmen. Der Funke sprang schon nach den ersten Tönen über – und das sonst so verhaltende Deutsche Publikum war sofort im Gospel-Fieber. Es wurde getanzt und laut mitgesungen. Es wurde auch mitgeklatscht. Aber auf die 2 und die 4. Für die Hanauer, die sonst eher „haudrauf Schlager“ gewohnt sind, zunächst eine Umstellung. Aber am Ende hat es doch noch gut geklappt. Zwischen den Songs sorgte Ardell Johnson mit lustigen Sprüchen und kleinen Anekdoten für einige Lacher.
Präsentiert wurden Songs wie „Oh Happy Day“, „Amazing Grace“, Hits von Areta Franklin, aber auch der Klassiker von Leonard Cohen „Hallelujah“ oder „Stille Nacht Heilige Nacht“ in Deutsch/Amerikanischer Kombination. Bei dem fast zwei Stündigen Konzert wurden die stimmgewaltigen Sänger von einer Liveband, die ganz ohne große Technikgeschütze auskamen, unterstützt.

An diesem Abend wurde schnell klar, dass man mit wenig, sehr viel erreichen kann. Dass es nicht nur an Weihnachten, sondern auch sonst im Leben, um soviel mehr geht, als Materialismus, Konsum oder Politik. Losgelöst von jeder Religion (jeder kann ja glauben woran er mag), ist es doch immer wieder erstaunlich, welch verbindende Wirkung Musik auf Menschen haben kann. Das war bei diesem Gospel Konzert besonders spürbar. Am Schluss gab es (natürlich) Standing ovations. Die Hanauer und auch ich waren begeistert. Weitere tolle Veranstaltung der Star-Concerts Veranstaltungs- GmbH findet man übrigens auf dieser Homepage.

(c) Fotos: burning-music.de


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