Black Label Society live in München

Die Theaterfabrik war gerammelt voll und ausverkauft als die Black Label Society am 13. März 2011 den vorletzten Deutschland-Gig ihrer Europatournee spielte. Nachdem die Band seit Jahren nicht mehr im München gastierte war das Publikum dementsprechend heiß auf die Show von BLS-Chef Zakk Wylde und seiner Truppe, die derzeit ihr 2010er Album „Order Of The Black“ supporten.

Den Anfang machten Godsized aus dem United Kingdom, welche die Menge mit Songs ihrer aktuellen E.P. „The Phoney Tough & The Crazy Brave“ anheizten und einen guten Job machten.

Nach einer etwas länger ausgefallenen Umbaupause gingen um 21:20 Uhr die Lichter in der Halle aus und das stimmige Piano-Intro von New Religion dröhnte aus den Lautsprechern. Erwartungsvolle und gespannte Gesichter der gut 1000 Fans brachen in Grinsen und Schreien aus als der schwarze Vorhang zum Einsatz des Openers The Beginning… At Last fiel. Freudige Überraschung: Neben Frontman Zakk Wylde, Bassist John DeServio, Gitarrist Nicht „Evil Twin“ Catanese saß ein alter Bekannter hinterm Drumset. Kein anderer als Ex-Type O Negative Drummer Johnny Kelly ist an Board der Black Label Society! Die Band hielt die Stimmung mit Crazy Horse vom neuen Album und ging nahtlos in What’s In You über, welches mit seinem Mitsing-Refrain vom begeisterten Publikum angenommen wurde. Die Band spielte sich Song für Song durch ihr Set und wurde vom Munich Chapter gefeiert. Als weiteres Highlight im Set stellte sich der Block aus den Singles Overlord und Parade Of The Dead des aktuellen Albums da, nach dem die Band es auf der Bühne mit In This River und Zakk am Keyboard ruhig angehen ließ, nur um dann mit voller Wucht und einem gewaltig stampfenden Fire It Up wieder zurückzukommen. Nachdem die letzten Akkorde des Songs verklingen verließ die Band die Bühne, welche nun zum Schauplatz für Zakk Wylde’s Gitarrenspiel wurde. Minutenlang shreddete sich der Meister in einem rasenden Tempo die Finger wund. So verging ein Abend voll von Riffs, Bier und guter Laune sehr kurzweilig. Die BLS hatte für den Schluss mit Suicide Messiah, Concrete Jungle und Stillborn noch drei Asse im Ärmel und ließ sich nach Ende des letzten Songs noch auf der Bühne von ihrer Doom Crew feiern! Einziges Manko: Die lange anhaltenden Schreie nach einer Zugabe wurden nicht erhört. Trotzdem haben die Jungs um Zakk Wylde an diesem Abend vor ausverkauftem Haus eine Show abgeliefert, genau so wie ein Metal-Konzert sein sollte.

Dani Arrow

 

Photos : N.W.

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